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Die Grenzland Reha- und Betreuungs- GmbH nimmt am 1.März 2017 an der LWL-Messe der Integrationsunternehmen teil.

integrationsmesseAuf der LWL-Messe 2017 stellen die rund 160 Integrationsunternehmen und -abteilungen ihre Leistungen und Angebote zum vierten Mail seit dem Jahr 2010 vor. Die Messe ist ein Forum und Marktplatz für über 5.000 Besucher und demonstriert eindrucksvoll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe als auch deren Beschäftigungsleistungen.

Hervorzuheben ist auch die große bewusstseinsbildende Wirkung der Integrationsunternehmen. Durch das selbstverständliche Miteinander am Arbeitsplatz tragen sie dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen als leistungsfähige Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen werden.

Weitere Informationen zur LWL-Messe finden Sie unter www.lwl-messe.de.

Täglich neun Tonnen Wäsche

Die Grenzland Reha- und Betreuungs GmbH ist mit ihrer Wäscherei als hundertprozentige Tochtergesellschaft des Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus und Vreden im Lohn- und Mietwäschesektor tätig. Die Wäscherei arbeitet nach Vorgaben des Robert-Koch-Institutes in Berlin.

„Wir beschäftigen sozialversicherungspflichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen etwa 60 Prozent schwerbehindert sind oder andere Vermittlungshemmnisse aufweisen. Ein Teil unserer Mitarbeiterschaft gilt als besonders betreuungsbedürftig. Deshalb haben wir in unserem Haus qualifizierte Ansprechpartner für eine Sozialbetreuung“, informiert Betriebsleiter Martin Kock. Die 90 Beschäftigten aus zehn Nationen – zu den Mitarbeitern zählen auch Flüchtlinge aus dem Irak und Afghanistan – waschen und reinigen täglich fast neun Tonnen Wäsche für Krankenhäuser, Seniorenheime und soziale Einrichtungen. Auch Hotels und gewerbliche Kunden schätzen den Service. Entfernte Kunden aus dem Emsland und dem Rheinland nehmen dank des Fahrdienstes den Service in Anspruch.

„Wir gehören der Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege an und erfüllen die Anforderungen zur Bearbeitung von Wäsche aus dem Gesundheitswesen, wozu Krankenhäuser und Altenpflegeheime gehören“, sagt Textilreinigungsmeisterin Martraud Leeners. Das Hygienezeugnis wird auf Basis mikrobiologischer und hygienetechnischer Überprüfungen verliehen.

Um auf der Höhe der Zeit zu sein, investiert die Grenzland Reha- und Betreuungs GmbH 600.000 Euro in die Modernisierung der technischen Anlagen. Eine Ausweitung der Kapazitäten auf zehn Tonnen täglich soll noch in diesem Jahr möglich sein. Die Investitionen werden gedeckt durch Zuschüsse der Aktion Mensch, des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und aus Eigenmitteln des Caritasverbands.

„Wir sind optimistisch, dass wir die Investitionen stemmen können“, sagt Caritas-Vorstand Bernhard Herdering vom Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden. Wichtig sei es, dass die Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz hätten. „Ein integrativer Betrieb ist besonders für die Mitarbeiter bedeutsam, die auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum Chancen haben.“

[Text: Kirche+Leben, 5.Juni 2016, Johannes Bernard]

Grenzland-Wäscherei bietet Chancen für Arbeitnehmer mit Handicap

Fast die Hälfte der 74 Beschäftigten der Grenzland-Wäscherei hat eine Behinderung oder ein anderes Handicap. Am kommenden Donnerstag stellt sich das Ahauser Integrationsunternehmen auf einer Messe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in der Halle Münsterland vor.

Wäscheberge überall: Riesenwaschmaschinen rotieren, Bettbezüge surren an Förderbändern in Richtung Heißmangel, währende der der „Finisher“ dampft, glättet und vollautomatisch OP-Hemden faltet. Es ist laut in der Grenzlandwäscherei an der Ridderstraße. Aber das ist nicht der Grund, warum Lena Eliz und Heike Wissing-Hungerecker mit den Händen reden.

Chancen für Benachteiligte

Heike Wissing-Hungerecker ist gehörlos. Und ihre Kollegin Lena Eliz lernt gerade Gebärdensprache: „Ich will mich doch mit meiner Kollegin unterhalten können – und nicht nur Zettel schreiben“, sagt sie. Darum besucht sie zurzeit immer samstags sieben weiteren Kolleginnen und Kollegen aus der Grenzlandwäscherei einen Kursus des Caritasverbandes in Gebärdensprache. Was woanders Inklusion heißt, ist in der Grenzlandwäscherei Alltag: Das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Fast die Hälfte der 74 Mitarbeiter hat eine Behinderung, eine Krankheit oder ein anderes Handicap, das ihn auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. „Es gibt immer weniger Nischen in der Landwirtschaft, in der Hauswirtschaft oder in den Firmen, die den Benachteiligten eine Chance auf Beschäftigung bieten. Wir wollen diesen Menschen eine Arbeit geben“, so Bernhard Herdering, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ahaus-Vreden.

1993 gegründet

1993 wurde die Grenzlandwäscherei ins Leben gerufen und entwickelte sich – nicht ohne Jahre mit „dicken Problemen“ (Herdering) – zu ihrer heutigen Größe. Täglich durchlaufen jetzt neun Tonnen Wäsche aus Altenheimen und Krankenhäusern aus dem Münsterland und vom Niederrhein die Wäscherei, die im Zwei-Schichten-Betrieb arbeitet. Es gab zwar Investitionsbeihilfen von Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und von der Aktion Mensch. „Aber“, so betont der Betriebsleiter und gelernte Textiltechniker Martin Kotting: „Wir müssen uns im Wettbewerb mit Top-Qualität in Sachen Reinheit und Hygiene am Markt behaupten. Wir dürfen nicht zu teuer sein. Und wir müssen zuverlässig alle Termine einhalten.“ Das kann für die Mitarbeiter auch Arbeitsdruck und Überstunden bedeuten. Und auch die wird im Sinne der Inklusion bewältigt, so Arno Elsing vom Caritasverband, der die Mitarbeiter sozialpädagogisch betreut und regelmäßig Sprechstunden in der Grenzland-Wäscherei abhält: „Das ist unsere Erfahrung: Behinderte Mitarbeiter wollen keine Sonderrolle – auch nicht, wenn es um Überstunden geht.“ (Quelle: Münsterland-Zeitung, Stefan Grothues / 20.03.2012)

Politiker besuchen Grenzland-Wäscherei

PolitikerEs ist Aufgabe der Politik, der Zivilgesellschaft und von jedem einzelnen, sich mit den eigenen Möglichkeiten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren. Dieser Aufruf der kirchlichen Wohlfahrtsverbände war das Leitthema eines Besuches des CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling und des Landtagsabgeordneten Bernhard Tenhumberg, in der Caritas eigenen Grenzland Wäscherei.

Geschäftsführer Bernhard Herdering erläuterte die Besonderheit der Grenzland-Wäscherei als anerkannter Integrationsbetrieb mit 75 Mitarbeitern. Besondere Zielgruppe sind Menschen mit Behinderungen und anderen Vermittlungshemmnissen auf dem Arbeitsmarkt. Herdering freut sich darüber, dass es vielfach möglich gewesen ist, auch Menschen mit Migrationshintergrund, sei es aus der Türkei, Kirgisistan oder dem arabischen Raum und Osteuropa in Arbeit zu bringen. (Quelle: Münsterland-Zeitung/24.02.2012)

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